Zeitungsverleger: „Apples Preis-Überfall schadet Kunden und Anbietern“

26. Oktober 2012, 17:43 Uhr

„Die nicht angekündigten deutlichen Preiserhöhungen von Apple für die Angebote im App-Store und iTunes-Store wirken sich als inakzeptabler Eingriff in die Preishoheit der Verlag aus, der ihrem wachsenden Mobile-Geschäft schadet und sich über Kunden-Interessen hinwegsetzt“, erklärten heute die Sprecher vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in Berlin.

„Die zum Teil erhebliche Erhöhung der Preise hat die Kunden bereits irritiert und bringt das auch gegenüber den entsprechenden Print-Produkten austarierte Preisniveau erheblich durcheinander“, kritisierten die Verlegerverbände. Durch die Auto-Renewal-Funktion seien bereits jetzt viele Abos automatisch beendet worden. „Das Verhalten ist nicht erklärbar und absolut verantwortungslos“, so die Sprecher weiter. Denn vorab waren weder Verlage noch Nutzer informiert worden.

„Diese Verletzung der Spielregeln wird Apple öffentliche Sympathiepunkte kosten“, zeigten sich VDZ und BDZV überzeugt. Vor allem aber schade dieses Vorgehen dem aufgebauten Vertrauen der Verlage zu Apple als Marktpartner und widerspricht Apples Rolle als Unterstützer von Paid-Content-Strategien. Zum Glück gebe es vor diesem Hintergrund weitere interessante Geschäftspartner im App-Markt.

Quelle: Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV)

Seite gelesen: 3384 | Heute: 4 | Zuletzt am 20. November 2017

 

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