Studie zu Online Paid Content

13. Mai 2013, 18:08 Uhr

Zu den wichtigsten Zukunftsthemen der Medienbranche gehört Online Paid Content. Sämtliche Verlage haben erkannt, dass der Aufbau einer Vertriebserlössäule für Online-Inhalte schneller kommen muss als gedacht. Für ein passendes Pricing folgen Verlage zur Zeit keinen allgemeingültigen Empfehlungen, im Gegenteil, viele Häuser experimentieren noch mit verschiedenen Preispunkten, Öffnungen der Bezahlmauer, Arten von Bezahlinhalten etc.

In einer umfangreichen Studie von Prof. Dr. Axel Lippold, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und Dr. Hanno Saade, Essen, wurden 977 zufällig ausgewählte Leser von Tageszeitungen und Nutzer von Websites nach ihrem Mediennutzungsverhalten und ihrer Zahlungsbereitschaft für Online-Content befragt. Die Ergebnisse zeigen den Medienexperten große Chance für Verlage auf, nachhaltig Erlöse für Journalismus im Onlinebereich zu erzielen.

Eine grundlegende Erkenntnis der Untersuchung ist, dass Tageszeitungsleser, die im Normalfall für das Monatsabo ihrer Zeitung Geld ausgeben, eine höhere Zahlungsbereitschaft für Online-Inhalte haben als die Leser, die sich ausschließlich im Internet informieren. Diese Online-Onlys, die mit der Tageszeitung keinen Kontakt haben, sind preissensibler für Online-Content. Ob die Website von Regional-, Überregional- oder Boulevardverlagen stammen, hat auf die Zahlungsbereitschaft zusätzlich einen großen Einfluss.

Die Erkenntnis, dass Leser einer Tageszeitung eine höhere Zahlungsbereitschaft für Online-Content haben, birgt die Chance für Verlage, Zusatzerlöse für redaktionelle Inhalte im Internet zu erzielen. Allerdings ist die inhaltliche Abgrenzung von Online-Content und Tageszeitung gefragt. Prof. Lippold und Dr. Saade haben in ihrer Untersuchung neben klassischen soziographischen Faktoren wie Alter, Einkommen und Bildung insbesondere Lesegewohnheiten und Vorlieben für bestimmte Redaktionsressorts einbezogen. Dadurch ergeben sich differenzierte Hinweise für die Bereitstellung von Online Paid Content.

Kontakt: Prof. Dr. Axel Lippold, Telefon: 05341 875 52160, E-Mail: A.Lippold@ostfalia.de
Weitere Informationen:
http://www.ostfalia.de/cms/de/imm/Team/Lippold/

Quelle: Evelyn Meyer-Kube Presse/Public Relations
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

Seite gelesen: 3597 | Heute: 2 | Zuletzt am 18. September 2017

 

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