Studie von eco und Arthur D. Little systematisiert erstmals Internetwirtschaft

4. Februar 2010, 10:45 Uhr

Identifizierung von Trends und Treibern der deutschen Internetwirtschaft bis 2012

Technische Neuerungen, neue Geschäftsmodelle im E-Commerce, Konvergenz von Festnetz und Mobilfunk – die deutsche Internetwirtschaft entwickelt sich rasant. Der eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft und die Topmanagement-beratung Arthur D. Little haben in ihrer Studie „Die deutsche Internetwirtschaft 2009-2012 – Überblick, Trends und Treiber“ jetzt diesen dynamischen Markt systematisiert, die Segmente entlang aller Wertschöpfungsstufen identifiziert, Marktteilnehmer nach ihren Erwartungen befragt und die wichtigsten Trends und Treiber für zukünftige Entwicklungen ausgemacht.

Die Studie beleuchtet sowohl Umfang und Größe als auch wichtige Indikatoren zur zukünftigen Entwicklung der Teilmärkte der deutschen Internetwirtschaft. Vier aufeinander aufbauende Ebenen, die die hochgradige Arbeitsteilung und Wertschöpfungsketten erläutern, werden identifiziert und detailliert beschrieben: Das sind Netzinfrastruktur & -betrieb, Dienste & Anwendungen, Aggregation & Transaktion sowie Internet-Inhalte. Für die Ermittlung der Indikatoren wurden im Rahmen einer Online-Umfrage im Zeitraum von Mai bis Juni 2009 rund 700 Unternehmen sowie Experten aus Politik und Wirtschaft zu Trends und Entwicklungen befragt.

„Die Studie bringt Ordnung in dieses dynamische System“, sagt eco Geschäftsführer Harald A. Summa. „Sie gibt einen ganzheitlichen Branchenüberblick in Bezug auf Marktgröße und Geschäftsklima und identifiziert die aussichtsreichen Segmente“. Rund 46 Mrd. Euro Umsatz haben die Unternehmen der deutschen Internetwirtschaft 2008 erwirtschaftet, davon entfällt ein Großteil (22,5 Mrd. Euro) auf den Bereich E-Commerce, gefolgt von Festnetz-Internet-Betreibern mit rund 13 Mrd. Euro Umsatz. Die besten Erwartungen für die nächsten Jahre haben im Bereich „Netzinfrastruktur & -betrieb“ die Internet Exchanges, gefolgt von Internet Access Providern. 76 Prozent bzw. 47 Prozent erwarten hier steigende oder stark steigende Umsätze. In der Ebene „Dienste und Anwendungen“ sieht es für Applikationen gut aus: Hier erwarten 75 Prozent der Teilnehmer einen wachsenden oder stark wachsenden Gesamtmarkt.

Transaktionsdienste führen die Markterwartungen für die Ebene „Aggregation & Transaktion“ an. Für diesen Bereich gehen alle Befragten von einem wachsenden Markt aus. Die detaillierten Marktkennzahlen ergänzt die Studie durch qualitative Experteninterviews zu den Trends der deutschen Internetwirtschaft. „Die Studie ist ein Werkzeug für Entscheider, Investitionsentscheidungen strategisch zu beurteilen“, sagt Jürgen Morath, Director TIME Practice bei Arthur D. Little. „Anhand der gezeigten Wertschöpfungsketten, Umsätze, Trends und Treiber der Marktentwicklung kann man sich ein differenziertes Bild der einzelnen Branchenzweige machen.“

Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, ergänzte, dass auch die Politik handfeste Zahlen benötige, um ihre Entscheidungen auf eine solide Grundlage zu stellen: „Die Studie belegt zweierlei: Die zum einen schon heute enorme Bedeutung der Internetwirtschaft und zum anderen ihr künftiges Potenzial. Die Arbeitsplätze von morgen werden mehr und mehr von der Internetwirtschaft abhängen. Die Bundesregierung greift das in ihrer ITK-Strategie auf und will den Strukturwandel beschleunigen.“

„Die deutsche Internetwirtschaft 2009 – 2012: Überblick, Trends und Treiber“ ist kostenfrei erhältlich unter internetwirtschaft@eco.de.

Quelle: eco

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