result und SWR erstellen Typologie des Web-2.0-Nutzers

16. April 2009, 22:05 Uhr

Das Internet wird persönlich

Köln / Stuttgart, 1. Februar 2007 „Produzenten“, „Spezifisch Interessierte“ oder „Kommunikatoren“, „Unterhaltungssucher“? „Selbstdarsteller“, „Netzwerker“, „Profilierte“ oder „Infosucher“? Mit diesen Begriffen werden acht Nutzertypen von Web-2.0-Anwendungen in einer neuen Studie des Markt- und Medienforschungsinstitutes result und der Medienforschung des Südwestrundfunk (SWR) unterschieden. Die Untersuchung liefert Erkenntnisse über das qualitative und quantitative Mediennutzungsverhalten von Web-2.0-Anwendern. „Mit den Ergebnissen unserer Studie können wir beschreiben, wie der Nutzer mit den neuen Möglichkeiten im Web 2.0 umgeht, welche Angebote er sucht und selber einstellt und wie er seine verfügbare Zeit auf die verschiedenen Medien verteilt. Web 2.0 ist Mitgestaltung im Netz und öffentliche Kommunikation. Die Nutzer von Web 2.0 sind Konsumenten und Produzenten in einem, jeder kann theoretisch mediale Inhalte in unterschiedlichsten Formaten publizieren. Die Technologien dafür sind leicht zu lernen und die technische Ausstattung stellt keine Hürde mehr dar. All diese Veröffentlichungen stehen in einem kommunikativen Kontext. Die Mediennutzung ist interaktiv und immer öfter auch personalisiert, die Nutzer wollen sich austauschen, informieren und unterhalten“, kommentiert Sabine Haas, Geschäftsführerin der result gmbh, die Ergebnisse der Studie.

Dr. Walter Klingler, Leiter der Abteilung Medienforschung des SWR, ergänzt: „Vor allem das Kommunikationsverhalten in und mit dem Medium Internet ändert sich, mit erkennbaren Folgen für die übrigen Medien. Wir wollten mit der Studie herausfinden, welche Bedeutung Web 2.0 im Medienmix hat. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Fernsehen, Hörfunk und Print auch künftig eine wichtige Rolle spielen werden.“

Acht Nutzertypen

Für die Studie wurde ausschließlich die private Mediennutzung betrachtet. 501 Nutzer wurden online befragt, die über einen Breitband-Anschluss verfügen und mindestens zwei Mal pro Woche typische Web-2.0-Anwendungen wie Videocommunities, Fotocommunities, Social-Networking-Sites, Weblogs, Podcasts und / oder Wikis besuchen. Gefragt wurde nach den Interessen, die die Nutzer bei den Besuchen verfolgen, nach dem Wunsch, eigene Beiträge anzubieten und nach den Bedürfnissen an Inhalte und Formen der Kommunikation im Netz. Die Motive der Nutzung waren ausschlaggebend für eine Kategorisierung in acht – sich an den Rändern überschneidenden – Nutzertypen: „Produzenten“ (ca. 6 Prozent der Befragten), „Selbstdarsteller“ (ca. 4 Prozent), „Spezifisch Interessierte“ (ca. 17 Prozent), „Netzwerker“ (12 Prozent), „Profilierte“ (ca. 7 Prozent), „Kommunikatoren“ (ca. 34 Prozent), „Infosucher“ (ca. 31 Prozent) und „Unterhaltungssucher“ (ca. 34 Prozent).

Es fällt auf, dass die Gruppe der speziell an einzelnen Themen Interessierten, das sind Nutzer, die die Partizipationsmöglichkeiten des Web 2.0 im Kontext eines ganz bestimmten Interesses oder Hobbys nutzen, mit 17 Prozent einen verhältnismäßig großen Teil ausmacht. Die Gruppe der „Selbstdarsteller“ dagegen, denen es in erster Linie um die Darstellung der eigenen Person geht, ist mit nur rund 4 Prozent vertreten. 34 Prozent gehören zur großen Gruppe der „Kommunikatoren“, die Web-2.0-Anwendungen vorrangig als Inhalte für die eigene Kommunikation verwenden und weniger aktiv selbst gestaltend nutzen.

Methode und Untersuchungsdesign

Das Studiendesign umfasst drei aufeinander aufbauende Module. Zur Absicherung der Untersuchungsfragen und zur Generierung von Hintergrundinformationen wurden zunächst Experteninterviews mit so genannten A-Bloggern und Podcastern realisiert. Darauf aufbauend wurden Gruppendiskussionen mit insgesamt 72 Teilnehmern geführt, regelmäßigen Nutzern des Internets, die zu gelegentlichen bis regelmäßigen Web-2.0-Nutzern gehören. Basis für die Quantifizierung der Untersuchungsergebnisse war eine für die Web-2.0-User repräsentative Onlinebefragung mit 501 Personen.

Die vollständige Studie „Web 2.0“ – Begriffsdefinition und eine Analyse der Auswirkungen auf das allgemeine Mediennutzungsverhalten – Grundlagenstudie des Marktund Medienforschungsinstitutes result und des Südwestrundfunk“ sowie weitere Grafiken können kostenlos von der Website von result herunter geladen werden (Studie als PDF):
http://www.result.de/assets/public/doc/web-2.0-studie_result_swr_februar_2007.pdf

Hinweis für Journalisten:
Wenn Sie die Studie besprechen möchten, schicken wir Ihnen gerne eine Auswertung zu.
Bitte wenden Sie sich dafür an Susanne Weller.
Kontakt für die Presse:
Susanne Weller, T: 030.200 587-82, M: 0172.308 41 36, E: susanne.weller@berlin.de

Weitere Informationen:
result gmbh, Thilo Trump, Projektleiter, 0221.952 971-306, thilo-trump@result.de,
http://www.result.de

result_infografik_forschungweb20

Quelle: result

Seite gelesen: 8602 | Heute: 2 | Zuletzt am 17. Oktober 2017

 

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