Mobile Anwendungen: Smartphones und Tablets meist nicht ausreichend geschützt

7. Oktober 2011, 8:19 Uhr

Studie zur IT- und Informationssicherheit zeigt potenzielle Gefahren und gibt Handlungsempfehlungen

Die aktuelle Studie „Netz- und Informationssicherheit in Unternehmen 2011“ des BMWi/NEG-Verbundprojekts „Sichere E-Geschäftsprozesse in KMU und Handwerk“ hat in diesem Jahr den Schwerpunkt „mobile Anwendungen“. Das überraschende Ergebnis: Nur jedes fünfte Unternehmen schützt Smartphones und Tablets mit einem Virenschutzprogramm. Damit gehen 80 Prozent der Unternehmen erhebliche Sicherheitsrisiken ein. Die Ergebnisse der Studie stehen ab sofort kostenfrei unter www.kmu-sicherheit.de zum Download bereit.

Auch in kleinen und mittleren Unternehmen sind mobile Engeräte, wie Smartphones oder mobile Datenträger, mittlerweile weit verbreitet und werden damit immer attraktiver für digitale Attacken. Der Schutz solchen Angriffen ist jedoch noch nicht im Bewusstsein aller Unternehmen verankert. Während drei von vier Befragten angeben, dass ihre Laptops über einen aktuellen Virenschutz verfügen, schützt nur jeder fünfte Befragte auch seinen Tablet PC. Bei Smartphones sind es sogar nur 15 Prozent. Auch bei der Personal Firewall und der WLAN-Verschlüsselung zeigen sich deutliche Unterschiede. So verfügen nur ca. zehn Prozent der Smartphones bzw. dreizehn Prozent der Tablets über eine Personal Firewall und nur jedes vierte bis fünfte Unternehmen verschlüsselt den kabellosen Internetzugang (WLAN) für Tablets und Smartphones. Und das, obwohl es sich bei Smartphones mittlerweile um leistungsfähige Kleincomputer handelt, die häufig mit sensiblen Daten ausgestattet sind.

Verschlüsselung schützt Daten auch bei Diebstahl

Darüber hinaus ist auch der Verlust mobiler Endgeräte und Datenträger ein nicht zu vernachlässigendes Risiko. Jedes Zwölfte der befragten Unternehmen gab an, dass Ihnen im vergangenen jahr mindestens ein mobiles Endgerät verloren gegangen ist oder was weitaus häufiger der Fall ist gestohlen wurde. Auch wenn der materielle Schaden von den betroffenen Unternehmen als sehr gering eingeschätzt wird, birgt der Verlust von sensiblen Unternehmensdaten ein erhebliches immaterielles Schadenspotenzial. Daher sollten Unternehmen höchst achtsam mit mobilen Endgeräten umgehen und diese mit einem adäquaten Schutz bspw. durch die Verschlüsselung gespeicherter Daten, ausstatten.

Sicherheitsstandards unterliegen. Die Verschlüsselung gespeicherter Daten ist dabei nur ein Aspekt. Regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter zu IT- und Informationssicherheit sowie Andreas Duscha, Bereichsleiter des E-Commerce-Center Handel in Köln. Die Online-Plattform des Verbundprojekts bietet unter www.kmu-sicherheit.de eine Vielzahl an kostenlosen und neutralen Informationen in Form von Handelungsanleitungen, Informationsbroschüren oder Checklisten, die speziell kleinen und mittleren Unternehmen dabei unterstützen, ihre IT-Sicherheit zu verbessern.

Der Berichtsband kann unter folgendem Link kostenfrei heruntergeladen werden:
http://www.kmu-sicherheit.de/studien.html.

Quelle: ECC Handel

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