Internetspionage: HDE warnt vor Vertrauensverlust für Online-Handel

26. Juni 2013, 15:01 Uhr

Der Handelsverband Deutschland (HDE) warnt angesichts der jüngsten Meldungen um die Datenüberwachung durch Geheimdienste aus den USA und Großbritannien vor einer Verunsicherung der Verbraucher im Internet. „Die Diskussion um die geheimdienstlichen Spähprogramme birgt die Gefahr, dass die Verbraucher verunsichert und zunehmend skeptischer gegenüber dem Online-Handel und der bei der Bezahlung sowie für den Versand notwendigen Übersendung persönlicher Daten werden“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Diese Daten seien jedoch für die Abwicklung des Geschäfts im Internet unabdingbar und ihre Übermittlung auch im Verbraucherinteresse. So werden beispielsweise für interne Bonitätsprüfungen und Abschätzungen des Kreditausfallrisikos bei Rechnungs- und Ratenkauf bestimmte Daten benötigt. Ohne diese Daten könnten dem Kunden nur noch andere, weniger beliebte Zahlungsarten angeboten werden. Der beim Verbraucher beliebte Kauf auf Rechnung wäre wirtschaftlich nicht mehr möglich.

„Die staatlichen Stellen und die Politik müssen jetzt verhindern, dass das Vertrauen in den Online-Handel Schaden nimmt. Dazu muss schnellstmöglich aufgeklärt werden, welche Daten auf welcher Rechtsgrundlage abgegriffen wurden. Es muss klar sein, dass die strengen europäischen und deutschen Datenschutzregelungen auch für staatliche Stellen gelten“, so Genth weiter. Die Regelungen zum Schutz der Privatsphäre im Internet müssten von allen Seiten eingehalten werden.

Quelle: HDE

Seite gelesen: 3255 | Heute: 3 | Zuletzt am 19. April 2018

 

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