Internetpolitik für die Menschen machen

14. April 2011, 12:58 Uhr

Verein “Digitale Gesellschaft” will für klügere Netzpolitik sorgen

Berlin, 13.4.2011 – E-Mails, Facebook, Smartphones und das Internet gehören zum Alltag fast aller Menschen in Deutschland. Doch um die Netzpolitik ist es trotz Anstrengungen und einiger Erfolge nach wie vor schlecht bestellt, sagt Markus Beckedahl, Gründer von netzpolitik.org, dem bekanntesten deutschen Politikblog. Er ist der Vorsitzende des neuen Vereins “Digitale Gesellschaft e.V.” mit Sitz in Berlin. “Die heutige Netzpolitik ist schlecht, sie orientiert sich nicht an den Interessen der Nutzer und schadet oft mehr als sie nützt”, sagt Markus Beckedahl. Firmen und Staat könnten derzeit oft machen, was sie wollen, ohne dabei auf die Nutzerinnen und Nutzer Rücksicht zu nehmen. Die Nutzer fragten sich bei der Internetpolitik zu Recht, warum diese so sei wie sie derzeit ist.

Der neu gegründete Verein “Digitale Gesellschaft” will hier nun Abhilfe schaffen: Die Digitale Gesellschaft soll Druck auf die politischen Akteure ausüben”, erklärt Markus Beckedahl auf der Blogger-Konferenz re:publica in Berlin mit über 3.000 Teilnehmern. Unter dem Motto “#Warum?” hat Digitale Gesellschaft e.V. dort eine Mitmach-Kampagne gestartet, bei der Internetnutzer an Politik und Wirtschaft Fragen zur Netzpolitik und Bürgerrechten stellen können.

Schwerpunkte des Vereins sind die Aufklärung über geplante politische Vorhaben und das Eintreten für digitale Bürgerrechte. “Wir wollen Menschen unterstützen, damit sie für ihre Interessen gezielter und wirkungsvoller eintreten können”, sagt Markus Beckedahl. “Das kann mit Aktionen geschehen, für die wir ihnen mit Informationen und Instrumenten zur Seite stehen.”

Dabei ist nicht nur die deutsche Politik im Visier der Internetaktivisten. Gerade die Europäische Union verabschiedet immer wieder Gesetze, die alle Internetnutzer betreffen. Dies betrifft zum Beispiel die anstehende Überarbeitung der Datenschutzrichtlinie oder die Maßgaben für die Netzneutralität im Internet. Und auch Unternehmen verhielten sich immer wieder problematisch.

“Wir können zwar auf eine engagierte Community für digitale Bürgerrechte aufbauen, betreten aber auch Neuland. Wir freuen uns darauf, da wir wissen, wie kreativ und kompetent die Internetnutzerinnen und -nutzer sind, wenn sie zusammenarbeiten”, erklärt Beckedahl. “Für uns ist klar: die Menschen sollen Politik und Unternehmen sagen, was sie wollen. Die Digitale Gesellschaft wird das Engagement mit Instrumenten, Aktionen, Informationen sowie Lobby- und Pressearbeit unterstützen.”

Quelle: Digitale Gesellschaft

Seite gelesen: 4550 | Heute: 3 | Zuletzt am 20. November 2017

 

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