Google+ überzeugt durch Transparenz und macht Facebook ernsthafte Konkurrenz

18. Juli 2011, 11:39 Uhr

Mit Google+ hat der Suchmaschinen-Riese eine überzeugende Konkurrenz zu Facebook und Twitter gestartet. Das soziale Netzwerk ist übersichtlich gestaltet und bietet einfache Werkzeuge, mit denen sich der Empfängerkreis von Inhalten steuern lässt, berichtet das Computermagazin c’t in der aktuellen Ausgabe 16/11.

Was bei Facebook nur umständlich zu handhaben ist, gehört für Google+ zum Standard: Jede Nachricht, die man in sein Profil stellt, lässt sich gezielt für einzelne Gruppen freischalten. Dafür werden neue Kontakte sogenannten Circles (englisch: Kreise) zugeordnet. Wirklich persönliche Nachrichten gehen dann tatsächlich nur an Freunde. „Damit nimmt Google den Datenschutz weitaus ernster als Facebook“, erläutert c’t-Redakteur Jo Bager. „Allerdings schützt das natürlich nicht vor einem Empfänger, der den Text oder die Bilder kopiert und über sein eigenes Profil veröffentlicht.“ Voraussetzung für die Teilnahme an Google+ ist jedoch ein öffentliches Google-Profil – das will nicht jeder.

Die Video-Chat-Funktion Hangout ist ein weiteres Alleinstellungsmerkmal von Google+. Damit können nicht nur zwei Personen miteinander sprechen, sondern gleich mehrere eine gemeinsame Videokonferenz abhalten. Bisher kostet die Einrichtung und Nutzung solcher Online-Videokonferenzen in der Regel Geld.

Was noch fehlt, sind passende Schnittstellen für Drittanbieter, die Spiele oder weitere Dienste bereitstellen. Eine andere Baustelle zeigt sich in der Filterung der Informationen. Entweder schaut man sich die Inhalte eines einzelnen Circles an oder gleich alle. Es fehlt jedoch ein Schalter, mit dem sich einzelne Circles an- und ausknipsen lassen, damit man bei der Betrachtung mehrere zusammenschließen kann.

„Google+ ist in seiner Klarheit außerordentlich attraktiv“, fasst c’t-Experte Jo Bager zusammen. „Der Früheinsteiger freut sich, dass es keine Werbung und keine Klickfallen gibt. Wenn das Netzwerk erfolgreich ist, wird es sich jedoch ebenfalls mit dem füllen, was manche Nutzer in Facebook nervt: Das reicht von irrelevanten Mitteilungen bis hin zu Spam.“

Quelle: Heise Medien Gruppe

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