Gesamtwerbemarkt Q1/2016 verzeichnet ein Plus von 5,6 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum

21. April 2016, 17:40 Uhr

Der deutsche Werbemarkt knüpft am positiven Trend von 2015 an. TV macht fast die Hälfte des Werbemarktes aus. Neuer Rekordwert für E-Commerce für die ersten drei Monate eines Jahres.

Der deutsche Werbemarkt hat sich im ersten Quartal des Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum positiv entwickelt und knüpft am Trend des letzten Jahres an. Der Gesamtmarkt verzeichnet ein Plus von 5,6 Prozent mit Bruttoausgaben in Höhe von insgesamt 6,89 Milliarden Euro. Das zeigt die aktuelle Bilanz zum Bruttowerbemarkt von Nielsen, einem globalen Performance Management Unternehmen, das Informationen und Erkenntnisse zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern liefert.

Die am stärksten wachsende Mediengruppe bleibt weiterhin die Mobile Werbung mit einem Plus von 42,5 Prozent auf insgesamt 0,73 Milliarden Euro im ersten Quartal 2016. Die Mediengruppe Internet dagegen verliert gegenüber dem Vorjahr insgesamt -3,7 Prozent. Das Leitmedium Fernsehen verbuchte bis Ende März 2016 rund 3,3 Milliarden Euro, was mittlerweile fast die Hälfte (ca. 48 Prozent) des deutschen Werbemarktes ausmacht und ein Wachstum von 9,2 Prozent zum Vorjahr aufweist.

Die Out-Of-Home-Medien konnten im ersten Quartal ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr von starken 10,7 Prozent verbuchen. Radio knüpft an der Entwicklung von 2015 an und wächst gegenüber dem Vorjahr im ersten Quartal 2016 um 8,9 Prozent auf insgesamt 0,42 Milliarden Euro. Die Kino-Werbung verzeichnet ein solides Plus von 2,1 Prozent. Ein leichtes Wachstum von 1 Prozent verbuchten die drei Printmedien Publikumszeitschriften (-1,6%), Fachzeitschriften (+7,2%) und Zeitungen (+2,3%) zusammen in den ersten drei Monaten 2016. „Allerdings liegen die Bruttoausgaben für Print im März 2016 erstmals unter dem Vorjahresniveau (-2,6%). Dies ist sicherlich auch bedingt durch die Verschiebung der Osterfeiertage 2015/2016“, erklärt Dirk Reinbothe, Director Marketing Effectiveness, Nielsen Deutschland.

E-Commerce bleibt auf hohem Niveau

E-Commerce-Werbung in Deutschland behält seinen Trend bei und zeigt wie in den Jahren zuvor zweistellige Wachstumsraten. Im ersten Quartal 2016 stiegen die Bruttowerbeausgaben um 15,5 Prozent und erreichen mit 942 Millionen Euro einen neuen Rekordwert für die ersten drei Monate eines Jahres. Es ist zu erwarten, dass die Bruttowerbeausgaben für E-Commerce im Jahr 2016 erstmalig 4 Milliarden Euro übertreffen werden.

„Das mit Abstand wichtigste Medium für die Branche bleibt weiterhin mit 71 Prozent TV“, erklärt Reinbothe. „Gefolgt von Internet mit 11 Prozent und Print mit 8 Prozent.“ Die Bruttowerbeausgaben im TV wuchsen um 12,8 Prozent, das höchste Wachstum aller Medien entfiel wie im Quartal zuvor auf At-Retail-Media (+190,2%) und Kino (+174,7%). Die Printmedien verzeichnen ein Wachstum von E-Commerce-Werbeausgaben von 11,6 Prozent in Publikumszeitschriften, 23,8 Prozent in Fachzeitschriften und 1,7 Prozent in Zeitungen. Die einzigen Medien mit verringertem Werbedruck: Ambient Media (-75,6%) und Werbesendungen (-5,6%).

Die Reisebranche bleibt weiterhin werbestärkste Kraft im E-Commerce-Bereich und ist mit 190 Millionen Euro im ersten Quartal 2016 für 20 Prozent der Bruttowerbeausgaben verantwortlich. „Das Wachstum im Vergleich zum ersten Quartal 2015 fiel dagegen mit
3 Prozent sehr moderat aus. Dies ist typisch für diese Jahreszeit, da Reisewerbung saisonal ist,“ so Reinbothe. Mit deutlichem Abstand folgen auf Platz zwei und drei die Kategorien „Kleinanzeigen“ (71 Millionen Euro) und „Vergleichsportale“ (69 Millionen Euro). Beide Sektoren haben den Werbedruck im Vergleich zum Vorjahresquartal um 30 bzw. 35 Prozent erhöht.

Anmerkungen

Die von Nielsen erhobenen Bruttowerbedaten geben den Werbedruck wieder, den die Werbetreibenden für ihre Produkte und Services beim Konsumenten entfachen. Aus den Bruttowerbedaten lässt sich detailliert ablesen, welche Mediastrategie die Werbetreibenden verfolgen. Der Bruttowerbemarkt erhebt keinen Anspruch, die individuellen monetären Geldflüsse zwischen den Marktteilnehmern widerzuspiegeln, deren Konditionen naturgemäß von der Marktposition des Werbetreibenden bzw. der Agentur sowie der allgemeinen Nachfrage am Werbemarkt bestimmt wird. Diese individuellen Geldflüsse zwischen den Marktteilnehmern werden auch nicht öffentlich bekannt gegeben.

Erläuterung

Basis der bereinigten Vorjahreswerte bilden alle Werbeträger inklusive der natürlichen Abgänge/Einstellungen oder Launches auf dem Medienmarkt. Aktive Titel-Aufnahmen durch Nielsen bei bestehenden Werbeträgern sowie aktive Einstellungen der werbestatistischen Erfassung bei Weiterbestehen der Werbeträger auf dem Markt werden aus dem bereinigten Trend ausgeschlossen. Die E-Commerce Systematik ist eine separate Kategorisierung aller online Angebote. Dazu gehören nicht nur klassische Online-Shops, sondern jegliche kostenpflichtige Dienstleistungen im Internet.

Über Nielsen

Nielsen Holdings plc (NYSE: NLSN) ist ein globales Performance Management Unternehmen, das ein umfassendes Verständnis darüber liefert, was Konsumenten sehen (Watch) und was sie kaufen (Buy). Der Watch-Bereich bietet Medien und Werbungtreibenden Reichweitenmessungen über alle Endgeräte hinweg an, auf denen Content – Video, Audio und Text – konsumiert werden kann. Im Buy-Bereich bietet Nielsen Herstellern von Gütern des täglichen Bedarfs (Consumer Packaged Goods) und Händlern Erkenntnisse über die Performance im Einzelhandel. Indem die Informationen aus Watch und Buy sowie anderen Datenquellen integriert werden, liefert Nielsen seinen Kunden nicht nur Messungen und Insights auf höchstem Niveau, sondern auch Analysen, die nachhaltig zur Optimierung der Unternehmensleistung beitragen. Nielsen, ein S&P 500 Unternehmen, ist in mehr als 100 Ländern aktiv und deckt so mehr als 90 Prozent der weltweiten Bevölkerung ab. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.nielsen.de.

Presskontakt:
Gero Döring
Director Marketing & Corporate Communications DACH
Tel.: +49 (0) 69 / 7938-0
Gero.Doering@nielsen.com

Quelle: Nielsen

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