Beratungszentrum gegen Schadprogramme gestartet

15. September 2010, 13:06 Uhr

Verband der deutschen Internetwirtschaft unterstützt Internetnutzer bei Botnetz-Infektionen

Der eco  – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. startet am heutigen Mittwoch sein Anti-Botnet-Beratungszentrum. Internetnutzer, deren Computer mit einem Botnetz-Schadprogramm infiziert ist, finden unter www.botfrei.de Anleitungen und Programme, mit denen sie ihren Rechner von den Schadprogrammen reinigen können. Eine telefonische Hotline unterstützt Nutzer, die zusätzliche Beratung benötigen. Das Projekt wird vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) technisch unterstützt und vom Bundesministerium des Innern (BMI) finanziell gefördert.

Die teilnehmenden Internet-Zugangs-Provider informieren Kunden, auf deren Computer mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Botnetz-Infektion vorliegt. Diese können dann die Website www.botfrei.de besuchen und ihren Computer mit den dort bereitgestellten Programmen selbst von den Schadprogrammen befreien. Auf der Website bekommen sie auch ausführliche Informationen zur Vorbeugung und nachhaltigen Sicherung ihres Systems. Sollte der Nutzer mit den Anleitungen auf der Webseite nicht zurecht kommen, erhält er über seinen Internet-Zugangs-Anbieter die Möglichkeit, die telefonische Hotline zu nutzen.

„Botnetz-Infektionen sind eine der größten Bedrohungen im Bereich des Cybercrime“, sagt Bernd Becker, Geschäftsführer der eco IT Service und Beratung GmbH, der die Geschäftsführung in den operativen Aufgaben des Verbandes unterstützt. „Betroffene Internetnutzer wissen meist nicht, dass ihr Computer gekapert wurde und zum Versand von Spam, zur Verbreitung von Schadprogrammen oder zum Ausspionieren von Daten illegal genutzt wird. Das Anti-Botnet-Beratungszentrum hilft, die Zahl der infizierten Computer zu verringern und so die illegalen Netzwerke zu verkleinern. Damit entziehen wir den Cyberkriminellen die Grundlage.“

Weltweit sind mehrere Millionen Computer Teil eines Botnetzes. „Botnetze sind aktuell eine der größten Gefährdungen für das Internet und die daran angeschlossenen Infrastrukturen. Um sich gegen Botnetze zu wappnen, brauchen die Bürger vor allem Aufklärung, Beratung und aktive Unterstützung. Das Anti-Botnet-Beratungszentrum leistet genau dies und wird das Internet ein Stück sicherer machen“, erklärt Horst Flätgen, Vizepräsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik.

In Australien, Kanada, Japan, Süd-Korea und den Niederlanden gibt es bereits vergleichbare erfolgreiche Initiativen gegen Botnetze.

Das Anti-Botnet-Beratungszentrum wird heute im Rahmen des 8. Deutschen Anti Spam Kongresses, den eco jährlich organisiert, vorgestellt. Partner sind neben dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Norton von Symantec für den DE-Cleaner sowie Avira und Computerbild für die Rettungssystem-CD.

Ausführliche weitere Presseinformationen zum Projekt und zum Thema Botnetze finden sich ab 14 Uhr in der Digitalen Pressemappe unter www.eco.de/verband/pressemappe.htm .

Quelle: eco

Seite gelesen: 4610 | Heute: 2 | Zuletzt am 15. Dezember 2017

 

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