Aktuelle Studie: Öffentliche Verwaltungen setzen auf Web 2.0

5. Mai 2011, 12:06 Uhr

55 Prozent der öffentlichen Verwaltungen wollen noch in diesem Jahr in das Web 2.0 investieren. 42 Prozent setzen auf Apps für Handys. Social-Media-Aktivitäten können den Kommunen und Landesbehörden zu einem positiven Image verhelfen, davon sind mehr als acht von zehn Entscheidern in der Verwaltung überzeugt. Zwei Drittel sehen in sozialen Netzwerken, Blogs, Twitter oder Apps zudem ein geeignetes Instrument, die Arbeit der Behörden für die Bürger transparenter zu gestalten. Sie wollen damit auch die gesellschaftliche Unterstützung von Großprojekten verbessern. Das sind Ergebnisse der Studie „Branchenkompass 2011 Public Services“ von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Die ersten Kommunen bieten beispielsweise bereits Smartphone-Apps an, mit denen Bürger Beschwerden zusammen mit Fotos, Videofilmen oder GPS-Daten – unter anderem Mängel in der Infrastruktur – direkt an die zuständigen Behörden melden können. Im Nachgang wird der Bürger dann per Mobilfunk oder Internet über Fortschritte bei der Bearbeitung seiner Anfrage informiert.

„Die Verwaltungen haben erkannt, welche Chancen ihnen das Web 2.0 bietet“, sagt Peter Krolle, Senior Executive Manager bei Steria Mummert Consulting. „Mit Social Media wollen sie vor allem den Informationsfluss in Richtung Bürger verbessern. Allerdings wünscht sich eine deutliche Mehrheit der Verwaltungen auch mehr Dialog und nicht zuletzt mehr Transparenz in der eigenen Arbeit.“

Derzeit werden in den öffentlichen Verwaltungen am häufigsten soziale Netzwerke genutzt: Jede dritte Behörde setzt auf Facebook & Co. Fast ebenso viele nutzen den Kurznachrichtendienst Twitter. Immerhin in jeder vierten Verwaltung gibt es zudem bereits Angebote für Podcasts und Web-TV. Die größte Dynamik ist in den kommenden drei Jahren bei Communities zu erwarten. Allerdings mangelt es in vielen Verwaltungen an Personal, Social-Media-Angebote umzusetzen und den Kontakt mit den Bürgern über das Web zu pflegen.

36 Prozent der Kommunen wollen bis 2014 eigene Communities Diskussionsgruppen einrichten.


Hintergrundinformationen

Im Januar und Februar 2011 befragte forsa im Auftrag von Steria Mummert Consulting 100 Entscheider aus 100 großen deutschen Kommunal-, Landes- und Bundesverwaltungen zu Bürgerbeteiligung beziehungsweise E-Partizipation, zu E-Government sowie zu den aktuellen Herausforderungen und den bis 2013 geplanten Maßnahmen. Die Befragungen wurden mit der Methode des Computer Assisted Telephone Interview (CATI) durchgeführt.

Pressekontakt:
Steria Mummert Consulting
Birgit Eckmüller
Tel.: +49 (0) 40 22703-5219
E-Mail: birgit.eckmueller@steria-mummert.de

Quelle: Steria Mummert Consulting

Seite gelesen: 4603 | Heute: 2 | Zuletzt am 21. November 2017

 

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