Aktuelle Studie: Immer mehr Deutsche gehen mit dem Handy ins Internet

3. März 2011, 10:28 Uhr

Mehr als vier Millionen Bundesbürger gehen mittlerweile per Handy oder Smartphone ins Internet. Jeder Zweite davon nutzt den mobilen Internetzugang sogar täglich oder mehrmals pro Woche. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 40 Prozent. Die Zahl der Vielnutzer des mobilen Internets („Heavy User“) hat sich in den vergangenen 12 Monaten sogar nahezu verdoppelt.

Dies zeigt die aktuelle Trendstudie „Mobile Internetnutzung 2011“ des Marktforschungsinstituts Nordlight Research in Kooperation mit der Webfrager GmbH. 1.000 Verbraucher ab 16 Jahren wurden im Februar ausführlich zu ihrem Nutzungsverhalten im mobilen und stationären Internet sowie im Bereich Mobilfunk befragt.

Die mobile Internettechnologie stößt bei den Verbrauchern demnach auf zunehmende Akzeptanz und Beliebtheit und steht infolge der rasanten Verbreitung der neuen Generation von Mobilfunkgeräten vor enormen weiteren Wachstumspotenzialen. Für jeden zweiten Internetnutzer in Deutschland spielt die Möglichkeit, das Internet über ein Handset (Handy, Smartphone, PDA) mobil nutzen zu können, bereits eine sehr wichtige Rolle beim Abschluss neuer Mobilfunkverträge sowie bei der Auswahl bzw. dem Kauf von Mobilfunkgeräten.

Steigende Nutzerzufriedenheit, Bindung und Akzeptanz

Auch die Zufriedenheit der mobilen ´Surfer´ hat im Vergleich zum Vorjahr signifikant zugenommen: aktuell bewerten 44 Prozent ihre Erfahrungen mit dem mobilen Internet als „ausgezeichnet“ oder „sehr gut“; Anfang 2010 taten dies erst 36 Prozent. Zudem stieg die aktive Weiterempfehlungsbereitschaft im Vergleich zum Vorjahr von 42 auf 46 Prozent. Für die generationenübergreifende Massentauglichkeit des mobilen Internets spricht der deutliche Zuwachs der hoch zufriedenen Nutzer auch unter den über 50-Jährigen (von 23% auf 39%).

Darüber hinaus sind 71 Prozent der mobilen Internetnutzer in starkem Maße überzeugt, auch in zwei Jahren noch mobil per Handset im Internet zu surfen; vor 12 Monaten waren dies erst 63 Prozent.

Nicht zuletzt kommt aber Bewegung in die große Gruppe der bisherigen Nicht-Nutzer des mobilen Internets: unter den bis 30-jährigen ist die generelle Zurückhaltung gegenüber dem Handy-Surfen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken (von 75% auf 58%). Insgesamt können sich derzeit 41 Prozent der jüngeren Nicht-Nutzer vorstellen, innerhalb der kommenden 12 Monate ebenfalls mobil mit dem Handy ins Internet zu gehen (2010: 25%).

Besonders erfreuen dürften diese Entwicklungen neben Herstellern von Mobilfunkgeräten, Mobilfunkanbietern und Internetwirtschaft auch die digitale Werbeindustrie. Mit dem „Mobile Advertising“ bieten sich dieser zusätzliche und teils ganz neue Möglichkeiten standortbasierter Werbung.

„Auch für 2011 erwarten wir weiterhin deutlich steigende Nutzerzahlen im mobilen Internet“, sagt Rafael Jaron, Geschäftsführer der Nordlight Research GmbH. „Interessant ist zudem die Entwicklung der Nutzungspräferenzen, die letztlich darüber entscheiden, welche Ideen sich im mobilen Internetmarkt durchsetzen können.“

Vorlieben der mobilen Internetnutzer

Starke Zuwächse bei den Nutzungsanlässen des mobilen Internet verzeichnen gegenüber dem Vorjahr die Nutzung von E-Mails, Suchmaschinen und Nachschlagewerken, aber auch das einfache „Rumsurfen“ ohne bestimmtes Ziel sowie der Besuch von Videoportalen wie Youtube. Andere Anwendungen, wie Nachrichtendienste, Online-Banking oder mobiles Shopping, liegen in punkto Nutzungshäufigkeit hingegen nur leicht über Vorjahresniveau. Die größten Zuwächse zeigen sich insgesamt aber bei den sozialen Netzwerken und Communities: vor allem unter den bis 30-Jährigen („Digital Natives“) ist die mobile Nutzungsfrequenz von Plattformen wie Facebook, „Wer kennt wen“ oder StudiVZ deutlich gestiegen.

Genutzt werden Soziale Netzwerke von den jüngeren Internetnutzern vor allem um mit Freunden in Kontakt zu sein (71%), um Spaß zu haben (57%) und um neue Leute kennen zu lernen (31%). Ältere Internetnutzer, allen voran die über 50-Jährigen („Silver Surfer“), nutzen diese vergleichsweise häufiger auch zum Erfahrungs- und Wissensaustausch, zur Vorbereitung von Kaufentscheidungen und um nützliche Tipps zum Umgang mit bestimmten Produkten zu erhalten.

„Ebenso wie im stationären Internet differenzieren sich im mobilen Internet zunehmend unterschiedliche Nutzer- und Nutzungsprofile heraus, die es im Marketing und bei der Angebotsentwicklung zu beachten gilt“, sagt Bodo Griehl, Projektleiter beim Online-Befragungsdienstleister WEBFRAGER.

Die komplette 100-seitige Trendstudie „Mobile Internetnutzung 2011“ mit zahlreichen weiteren Ergebnissen, Analysen zu Anbieterpräferenzen und dem Sonderteil „Soziale Netzwerke im mobilen Internet“ ist über Nordlight Research beziehbar.

Weitere Studieninformationen:
http://www.nordlight-research.com/files/downloads/mobile_internet-nutzung_2011_studieninfos.pdf

Quelle: Nordlight Research GmbH
Aussender: www.presseportal.de (ots)

Seite gelesen: 5171 | Heute: 2 | Zuletzt am 16. Oktober 2017

 

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