Online-Kunden bestrafen Mängel bei der Datenpflege mit Kaufabbrüchen

8. November 2011, 11:35 Uhr

Schlechte Produktdarstellung bewegt 43 Prozent der Kunden zum Gehen / Stärkere Klassifizierung der Produktdaten gefragt

Kunden verlassen den E-Shop mangels Produkteindrücken

Bei Mängeln im Service brechen mehr als drei Viertel der Online-Shopper die Suche im E-Shop vorzeitig ab. Hauptdefizite sind die unzureichende Darstellung der Artikel sowie eine zu komplizierte Suche und Navigation. Durch die Mankos bei der Produktaufbereitung entgehen den E-Shops wertvolle Umsätze. Beispielsweise sind Daten nicht ausreichend kategorisiert, was die Suche nach Produkten stark einschränkt. Das ergibt eine aktuelle Trendstudie zum Produktinformationsmanagement im E-Commerce von novomind.

Junge Online-Shopper sind besonders kritisch

Vor allem die ganz jungen Konsumenten verlassen bei niedrigem Komfort schnell den E-Shop. Jeder dritte Kunde zwischen 14 und 20 Jahre bricht die Suche besonders häufig ab. Bei den älteren Kunden ist dies nur jeder Fünfte. „Speziell die Generation der Digital Natives will Produkte schnell finden und unkompliziert vergleichen können“, sagt Markus Rohmeyer, Mitglied der Geschäftsleitung – Bereichsleiter PIM von novomind.

Suche und Navigation profitieren von der Qualität der Produktdaten

Um den Kunden bei der Suche nach dem passenden Produkt mehr zu bieten und damit das Umsatzpotenzial zu steigern, sind die Online-Händler gefordert. Die Hauptaufgabe wartet bei der Aufbereitung der Produktinformationen. „Erst gut strukturierte und klassifizierte Produktinformationen ermöglichen eine moderne Suche, die auch Synonyme und Teile eines Suchworts antizipiert“, so Rohmeyer. Eine derartige Funktion erlaubt dem Kunden, auch dann sein Wunschprodukt zu finden, wenn er den genauen Suchbegriff nicht kennt. Gleichzeitig bilden detailliert aufbereitete und verknüpfte Produktdaten die Basis für neue Filternavigationskonzepte. Dazu gehört die Eingrenzung der Suchkriterien, zum Beispiel per Schieberegler, durch die sich große Datenmengen signifikant einschränken lassen. Der Kunde tastet sich schrittweise an das Wunschprodukt heran und kann sich nur die für ihn relevanten Produktinformationen anzeigen lassen.

Emotionalere Produktpräsentation stoppt Suchabbrüche

Darüber hinaus sind die E-Shops gefragt, mit mehr Informationen ein schärferes Produktbild beim Kunden zu erzeugen. Für eine verbes-serte Darstellung eignen sich zum Beispiel zoomfähige Bilder, 3D-Ansichten und Beratungsvideos, Vergleichsmöglichkeiten verschiedener Varianten sowie Bewertungen anderer Käufer. Sie erzeugen einen positiven Überraschungseffekt und damit eine angenehme Assoziation mit dem Produkt. Gerade die kaufkräftigen Kunden von morgen sind heute deutlich empfänglicher für eine emotional ansprechende Produktinszenierung: Sie wollen beim virtuellen Umschauen im E-Shop neben der reinen Information auch unterhalten werden und sich austauschen.

Hintergrundinformationen

Die Trendstudie PIM 2011 „Produktinformationen als Umsatztreiber in Online-Shops“ ist das Ergebnis einer Konsumentenbefragung. Im Mai und Juni wurden 1.069 Deutsche, die in den letzten zwölf Monaten online eingekauft haben, zu ihren Einkaufsgewohnheiten im Internet befragt. Im Fokus der Studie steht, welchen Einfluss das Produktinformationsmanagement auf den Kauf in Online-Shops hat.

Quelle: novomind AG

Seite gelesen: 3802 | Heute: 3 | Zuletzt am 22. Juli 2017

 

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